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Osterbotschaft S.E. Metropolit Mark 2021

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Архиепископ Марк

"Heute ist mit Licht erfüllt alles:Himmel, Erde und die Unterwelt…" (Kanon von Ostern)

Christus ist auferstanden!

Liebe Brüder und Schwestern!

Vollendet haben wir sie gemeinsam mit euch allen, die Große Fastenzeit – diese Zeit tiefer Buße. Haben uns von unseren Sünden gereinigt durch reuiges Weinen, Tränenflüsse vergossen in Zerknirschung des Herzens. Diese Fasten vergingen wieder unter dem Zeichen der weltweiten Infektion, die uns infolge unserer Sünden ereilt hat. Eine Vielzahl von Beschränkungen gegenüber der vormaligen Freiheit im täglichen Leben ist uns auferlegt. Wir können nicht in der Kirche stehen wie gewohnt und uns lieb ist. Nicht können wir uns frei bewegen nach unserem eigenen Willen. Unsere Freiheit, die uns so teuer ist – besonders uns, die wir das totalitäre System des Kommunismus im 20. Jahrhundert durchlebt haben – ist von allen Seiten eingeschränkt.

Die Juden waren im Altertum Gefangene der Babylonier, saßen an den Flüssen von Babylon und vergossen Tränen über ihre verlorene Freiheit (Psalm 136). Wir aber sind in unseren Sünden Gefangene des geistlichen Nebukadnezar – des Teufels. Die Flüsse von Babylon sind in unserem Leben die Ströme der Leidenschaften und sündigen Bestrebungen, die uns wegzerren von der einzigen Herberge – dem Himmlischen Jerusalem, der Stadt des Lebendigen Gottes. Weit entfernt vom wahren, Himmlischen Zion, gedenken wir mit Seufzen der früheren Nähe.

Unser Gott aber nährt uns doch, nicht etwa nur mit Manna, sondern Er pflegt Gemeinschaft mit uns in Seinem Leib der Kirche mittels Seines Allerreinsten Leibes und Blutes. Dürfen wir etwa diese lebendige Gemeinschaft mit Ihm geringschätzen, dürfen wir die Gottmenschliche Einheit mit unserer Geringschätzung sprengen, die Er am Kreuz und in der Auferstehung gestiftet hat?

Wenn wir diese Fastenzeit heilbringend für unsere Seelen verbracht, und so die wahre stille österliche Freude erlangt haben, dann wird es uns auch weiterhin gelingen, in allseitiger Zurückhaltung zu leben und dadurch unsere Seelen für die bewässernden Ströme der gnadenvollen Kräfte Christi öffnen, indem wir die Gebote Seiner Liebe erfüllen.

Dann können wir des wahren Zion als des Gebotes der Liebe gedenken, die aus keiner anderen Quelle entspringt, als der Liebe Christi zu uns, die durch das Kreuz und die Auferstehung besiegelt ist. Dieses Gebot – so wir es in die Tat umsetzen – lässt uns erkennen wovon der Apostel spricht: „Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen“ (Röm 13,12). Nach dem durchlaufenen Fasten können wir auferstehen, emporschnellen im Licht. Lassen wir uns nicht verwirren von äußeren Einschränkungen. Unsere Freiheit ist in Christus.

Das Himmlische Zion soll unser einer, alleiniger Schatz sein, dort soll unser Herz sein… jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit!

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

+ Mark, Metropolit von Berlin und Deutschland


Berlin-München, Ostern 2021

 

 

 

 

 




 

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