• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Startseite Botschaften

Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Botschaften

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2013

E-Mail Drucken

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese

Erzbischof Mark

Christus ist auferstanden! Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Jedes Jahr bringen wir Christus in der lichten Osternacht den feierlichen Gesang von den Engeln dar, die Seine Auferstehung in den Himmel besingen, und bitten, dass uns der auferstandene Herr würdige, IHN hier auf Erden zu schauen und mit reinem Herzen zu preisen.
Aber kann man denn in diesem jetzigen Leben Gott schauen? Wird uns diese Fähigkeit nicht erst im künftigen Zeitalter eröffnet?
Könnte man Gott nicht im irdischen Leben schauen, so würden wir nicht bei jedem Sonntagsgottesdienst singen: „nachdem wir die Auferstehung Christi gesehen haben, lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus ...". Wo aber und wie kann man die Auferstehung Christi deutlich sehen? – Nicht äußerlich, nicht mit fleischlichen Augen, nicht in träumerischer Vorstellung, die uns Trugbilder malt, wie die Szenen in einem Spielfilm, und nicht einmal in der Kirche auf der Ikone der Auferstehung, denn die Ikone ist lediglich ein Abbild des inneren geheimnisvollen Ereignisses. Es gibt nur einen Platz im Weltall, an dem wir dem Herrn Christus begegnen können - das ist unser eigenes Herz. Dorthin, in die Tiefe des Herzens, tritt der Herr in den Mysterien der Kirche ein, um unsere Seelen aus  dem Kerker des Hades zu führen (Ps. 141, 7), um uns aufzuerwecken, die wir von der Sünde getötet sind. Eben davon spricht zu uns die Ikone der Auferstehung Christi, deren zweiter Name ist – „Abstieg in den Hades“.

 

Alles wird heute mit Freude erfüllt, Christus ist von der Jungfrau geboren...

E-Mail Drucken

Weihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese

Weihnachten gilt seit alters her als ein Familienfest, offenbart es uns doch das Ideal der Familie, das Ideal der Reinheit und Keuschheit. Selbst im heutigen Gott vergessenden Europa versammeln sich an diesem Tag die Familienmitglieder traditionsgemäß um den festlich gedeckten Tisch, versuchen sich gegenseitig mit Geschenken zu erfreuen und freuen sich am Anblick des in der Krippe liegenden Christuskindes.

Kann aber eine solche geerdete, oberflächliche Feier des Weihnachtsfestes das Herz mit wahrer Freude und Frohlocken erfüllen, wenn doch der innere, göttliche Sinn von Familie, Vaterschaft und Mutterschaft in der gegenwärtigen Gesellschaft verloren ist?

Allein in der Kirche Christi gibt uns der Allerhöchste Selbst das Vorbild der erhabensten Vaterschaft und der höchsten Mutterschaft. Der Sohn Gottes wird vorewig aus dem anfanglosen Vater geboren. In der Zeit aber wird Er durch den Heiligen Geist von der jungfräulichen Mutter geboren. Geboren wird Er, um die Menschheit von der Sünde und ihrer grässlichen Ausgeburt – dem Tod– zu retten. Höher als der Himmel und reiner als die Sterne ist diese Geburt. Durch die Allheilige und Allreine Jungfrau tritt der Retter des Alls in die Welt. So empfinden und erleben wir orthodoxe Christen jedes Jahr von neuem dieses erhabenste Ereignis. Das Licht der Weihenacht ist uns aufgeschienen und erleuchtet uns den Weg zu Christus und Seinem Heil. Gott ist aus Seiner unermesslichen Liebe zu Seiner Schöpfung Mensch geworden und hat uns den Weg zur Vergottung eröffnet!

Wie dankbar müssen wir doch der Vorsehung Gottes dafür sein, dass wir bis heute das Weihnachtsfest nach dem uns von den heiligen Vätern überlieferten kirchlichen Kalender feiern – wenn die laute Eitelkeit der westlichen Feiertage verstummt, und die uns umgebende Welt zu ihrem gewöhnlichen gesetzten Leben zurückkehrt. Wenn die Wochen des Konsumwahns zu Ende gehen, dann können wir in unseren orthodoxen Kirchen und in unseren Familien uns ruhig auf das geistliche Begehen der Geburt Christi, dieses himmlisch-irdischen Ereignisses, vorbereiten.

 

Erleuchte meine Seele mit der Liebe Deines Kreuzes

E-Mail Drucken

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese

Liebe Brüder und Schwestern, Orthodoxe Christen!
Beendet ist die Große Fastenzeit, und gekommen ist der lichte Festtag der Auferstehung Christi. Auf dem engen Pfad des eifrigen Gebets und der Enthaltung sind wir zum ersehnten Ziel gelangt. Pas'cha! Pas'cha des Herrn! Zeit unserer Erneuerung mit Christus, Zeit unseres Auszugs aus dem sündigen Ägypten der Leidenschaften und des Aufstiegs in das Verheißene Land der Rettung und der Freude, Zeit der Auferstehung Christi und mit Ihm -  der ganzen an Ihn glaubenden Menschheit.
Schauen wir zurück auf den durchlaufenen Weg: in den ersten Tagen der Großen Fasten hörten wir den Kanon des hl. Andreas von Kreta. Den Kanon, der uns zur Buße anregt, zum Nachdenken über unseren erbärmlichen geistlichen Zustand, über unser Verlangen nach der reinigenden Kraft der Liebe Christi.

 

Aufgeleuchtet bist Du, Christus, als Sonne der Gerechtigkeit

E-Mail Drucken

Aufgeleuchtet bist Du, Christus, als Sonne der Gerechtigkeit; und der Stern zeigt Dich, den Unumfassbaren, im Stall umfasst. Sterndeuter unterwiesest Du zu Deiner Verehrung…

Weihnachtsbotschaft S. E. Erzbischof Mark an die Gottbehütete Herde der Deutschen Diözese

Als in Bethlehem in Judäa der Gottesknabe Christus geboren wurde, kamen als erste, um sich Ihm zu verneigen, nicht Juden, die klare Prophezeiungen von Seinem Erscheinen besaßen und sich ihrer Gotterwähltheit rühmten, sondern Heiden, die Weisen Sterndeuter aus dem fernen Morgenland. Ihre reinen Herzen nahmen die Göttliche Offenbarung an - der von Gott gelenkte Stern führte sie auf eine lange und gefährliche Reise, ihre Frömmigkeit lehrte sie, dem unbekannten König wertvolle Geschenke darzubringen. Ohne den irdischen Herrscher zu fürchten, erreichten sie nach furchtlosem Bekenntnis ihres Glaubens vor dem schrecklichen Herodes den Stall von Bethlehem und verneigten sich dem König der Könige, dem König der Himmel. Die Gottweisen Sterndeuter ließen sich nicht von Seinem demütigen, unköniglichen, kindlichen Anblick verführen, sondern kehrten in ihre Heimat zurück und begannen allen Christus Gott - den Herrscher und Herrn - zu verkünden.
Für diese Tat des Glaubens und Bekennertums lobpreist und besingt die Heilige Kirche die Weisen, indem sie sie als Gott-tragende Verkünder (Akathist an die Allerheiligste Gottesgebärerin) und „Erstlinge des Lebens“ (hl. Johannes Chrysostomos) bezeichnet. Ihr tätiger Glaube kann auch uns als Vorbild dienen, ihre Liebe und Tugend - Beispiel für unser Leben werden.

 

Heute gebiert die Jungfrau den Herrscher in der Krippe…

E-Mail Drucken

Weihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese

In einer kleinen Höhle in der unscheinbaren Stadt Bethlehem wird der Gottessohn geboren: der ewige Gott steigt herab vom Himmel, wird zum Menschensohn - um unserer Rettung willen. Das kostbare Geschenk der Liebe Gottes ist allen und jedem gegeben, aber gerettet werden, wie bekannt, nicht alle. Nur wenn wir die Liebe dessen, Der uns lieb gewonnen hat, mit Liebe beantworten, nur wenn wir in Demut auf Christus schauen, Der Sich um unseretwillen gedemütigt hat, können wir im kleinen Gefäß unseres Herzens die rettungbringende Kraft Seiner göttlichen Gnade aufnehmen. 

Die Heilige Kirche bezeichnet die Geburt des Gott-Menschen als seltsames und überaus herrliches Geheimnis: Gott, der Schöpfer und Herrscher alles Seienden, kam aus der Ewigkeit – in die Zeit; Der Unumfassbare kam herab in ein enges Gefäß... Indem wir, liebe Brüder und Schwestern, dieses Wunder von neuem durchleben, gedenken wir daran, dass die Geburt Christi nicht einfach ein "historisches Ereignis" ist, das einmal vor langen Zeiten geschah. Dieses Geheimnis lebt in der Kirche und wird jedes Mal wiederholt, wenn der Mensch sein Herz dem Herrn öffnet.

 

Hinabgestiegen bist Du in die Unterwelt

E-Mail Drucken

Hinabgestiegen bist Du in die Unterwelt, Christus,
und vernichtet hast Du die Pfeiler der ewigen Tür, die die Gebundenen gehalten hat...

Osterbotschaft S. E. Erzbischof Mark an die gottbehütete Herde der deutschen Diözese 2011

Großartige Freude erfasst die orthodoxen Christen an Ostern, wenn die Kirche auf der Erde und die Kirche im Himmel frohlockt, wenn die ganze Natur mit uns die Auferstehung Christi feiert, selbst aufersteht und sich erneuert.
Nun erfüllt sich alles mit Licht, der Himmel und die Erde und die Unterwelt... Stellen wir uns vor, welche Erleichterung die alttestamentlichen Propheten und Gerechten, die mit Zuversicht das Kommen des Messias erwarteten, gefühlt haben, als das Licht Christi in den düsteren Abgründen der Hölle erstrahlte. Welch eine Freude haben dort die Seelen der verzweifelten Sünder erfahren, die in diesem Augenblick an das rettende Licht geglaubt haben! Sie alle wurden zu Zeugen dessen, wie der Herr die Hölle durch den Glanz der Göttlichkeit besiegt und die ewigen Pfeiler ihres Eingangs zerstört hat. Niemand anderes vermochte dies zu tun. Nur Er, in Seiner großen nicht zu übertreffenden Demut und Liebe, konnte die Gefangenen der Unterwelt auferwecken und aus der ewigen Gefangenschaft herausführen.
In unserer Zeit erregt und erschüttert sich die Unterwelt unerlässlich und Gott lässt dies zu, zu unserer Ermahnung. Die Menschheit fragt verständnislos: wie wird es weiter gehen? Nachrichten von Überflutungen, Bränden und Erdbeben sind schon fast zur Gewohnheit geworden. Hunderttausende Menschen sterben durch die ausschweifende Naturgewalt. Nie da gewesene Hitze und Kälte, ununterbrochene Regenfälle oder todbringende Trockenheit, Tsunamis, Taifune und Vulkanausbrüche dringen grausam in unser Leben ein, ungeachtet aller wissenschaftlichen Errungenschaften und der Technik. Doch viele und aber viele weigern sich, in all diesem die Folge der Sünden und der Abgefallenheit von Gott zu erkennen.

 

Das Wort wurde Fleisch (Jo 1, 14)

E-Mail Drucken

Weihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese und der von Großbritannien sowie die Mönche und Nonnen im Heiligen Land

Kathedralkirche

Das Geheimnis der Fleischwerdung des Wortes Gottes ist für den menschlichen Verstand nicht begreifbar. Auf welche Weise dies geschah, wissen selbst die Engel, Erzengel und die übrigen körperlosen himmlischen Kräfte nicht. Die heiligen Väter sagen, daß es für den Menschen, der noch nicht endgültig von der Sünde des Stolzes geheilt ist, nicht ungefährlich ist, die Tiefen Gottes zu erforschen, in denen dieses Geheimnis des vorewigen Ratschlusses der Dreisonnigen Gottheit verborgen ist. Gleichzeitig jedoch offenbart uns allen die Heilige Schrift und die Heilige Überlieferung deutlich, wofür der Sohn Gottes in Bethlehem von der Allreinen Jungfrau Maria geboren wurde. Das Wort Gottes, die zweite Hypostase der Allerheiligsten Dreieinigkeit, der Logos Gottes, nahm für nichts anderes Fleisch an, als um unseretwillen und zu unserer Rettung.

 

Christus wird geboren, frohlocket!

E-Mail Drucken

IkonostasWeihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese

Die Geburt unseres Herren Jesus Christus, des Retters der Welt von Sünde und Tod, ist mit rührenden Ereignissen verbunden, die den tiefen Sinn nicht nur der Menschwerdung des Gottessohnes offenbaren, sondern ebenso auch der Verkörperung der grundlegenden christlichen Tugenden im Familienleben: Liebe, Demut, Gehorsam, Keuschheit, Sanftmut...

 

Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland



@copyright 2008-2011, Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Rußlands in München