Mögen wir uns also der Vorschriften der Heilkunde bedienen oder sie aus den angeführten Gründen abweisen, immer müssen wir den Zweck im Auge behalten, Gott zu gefallen, der Seele zu nützen und das Gebot des Apostels zu erfüllen, der da sagt: „Ihr möget also essen oder trinken oder etwas Anderes tun, tut Alles zur Ehre Gottes.“ 14. Januar - Beschneidung des Herrn, Hl. Basilios d. Großen.
Am 13.1.2013 So. 17:00 Nachtwache (Vigil), 14.1.2013 Mo. 10:00 Göttliche Liturgie d. Hl. Basilios d. Großen
Lesen -"Ölweihe"- " Fasten" - " Beichte" - " Empfang der Heiligen Gaben"
Antwort: Wie uns jede Kunst zur Unterstützung der Schwäche unserer Natur von Gott verliehen ist, wie der Ackerbau, weil Das, was die Erde aus sich selbst hervorbringt, zur Befriedigung der Bedürfnisse nicht hinreicht, ferner die Webekunst, da der Gebrauch der Kleider sowohl der Ehrbarkeit wegen als auch gegen die schädlichen Einflüsse der Lust notwendig ist, in gleicher Weise die Baukunst und so die Heilkunde.
Denn da unser für Leiden empfänglicher Körper verschiedenen Schädigungen, die ihm teils von außen zustoßen, teils von innen durch die Speisen entstehen, unterworfen ist und bald in Folge von Überfluss, bald von Mangel leidet, so ist uns die Heilkunde zum Vorbilde der Heilung der Seele von Gott, dem Lenker unsers ganzen Lebens, gegeben worden, damit durch sie das Überflüssige entfernt und das Mangelnde ersetzt werde.



Ölweihe


Leider fürchten so manche in unserer Zeit das Sakrament der Ölweihe, weil sie es als letzte Lösung ansehen, als einen Vorboten des Todes. Indes, es ist durch die Heiligen Apostel eingesetzt worden zur Heilung von allen Krankheiten und zur Bewahrung vor dem Tod, was ich auch selbst erlebt und erfahren habe, weil durch die Ölweihe, die ich unwürdiger spenden durfte, an die 20 Personen von schweren und unheilbaren Krankheiten befreit wurden. Darunter war auch der Staretz Leonid, dem ich wohl fünfmal das Sakrament der Krankensalbung gespendet habe, sowie viele andere.
Sehr nützlich, heilsam und rettend ist für den Menschen auch die Teilnahme an den Heiligen und lebenspendenden Geheimnissen des Leibes und des Blutes Christi. Aber auch hier gibt es bei einigen weltlichen Menschen durchaus unvernünftige Vorurteile: man solle doch mit so etwas den Kranken ja nicht erschrecken… Als ob Christus käme, um Kranke zu erschrecken – welch ein Wahnsinn! Er ist unser Erlöser, der Quell der Heilungen und der liebste Tröster in allen unseren Leiden, den seelischen wie den körperlichen. Und deshalb, meine Liebe, treten sie inbrünstig, mit Glauben, Liebe und Gottesfurcht heran zu diesem Quell der Unsterblichkeit, und schmecken sie seine Güte.


