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Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Mönchtum

Die Kinder der Frömmigkeit haben viele und mannigfache Leitern für den Aufstieg in den Himmel ausgedacht. Die einen kämpfen in Gemeinschaft. Solcher Klöster gibt es viele Tausende. Dort gewinnen die Streiter unvergängliche Kronen und erlangen den ersehnten Aufstieg. Andere erwählen das Einsiedlerleben und sind bedacht, nur mit Gott sich zu unterhalten. Sie verschmähen jeden menschlichen Trost und erringen so den Sieg. Andere lobpreisen Gott, indem sie in Zelten und Hütten wohnen, wieder andere vollbringen ihr Leben in Löchern und Höhlen. Viele verstehen sich nicht einmal zum Besitze einer Höhle oder eines Zeltes oder einer Hütte, sondern setzen ihren Leib der freien Luft aus und ertragen die wechselnden Unbilden der Witterung. Bald erstarren sie in äußerster Kälte, bald brennen sie unter der Sonne sengendem Strahl. Und auch die Lebensweise dieser Männer ist wieder verschieden. Die einen stehen ohne Unterbrechung. Die anderen verteilen den Tag auf Sitzen und Stehen. Die einen haben sich in Mauern verschlossen und vermeiden den Verkehr mit Menschen. Andere verzichten auf solche Abschließung und stehen frei da für alle, die sie sehen wollen. (Theodoret von Cyrus)



Das Lobeswort über das monastische Leben

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Geistliches Leben: - Das Königtum Gottes - Mönchtum - Gebet - Fasten -

Das hier vorgestellte Lobeswort über das monastische Leben ist ein leicht gekürzter Auszug aus einer Homilie des hl. Johannes Chrysostomos zum Matthäusevangelium. Indem der hl. Chrysostomos die Welt (Theater, Markt, ungehörige Belustigungen) dem Kloster gegenüberstellt, zeichnet er ein ideales Bild des monastischen Lebens – entfernt von der Welt, erfüllt von geistiger Freude und von höchst wohltätigem Einfluß auf die Seele frommer Laienpilger.

Was Theater, Jahrmarkt und gemeine Belustigungen, die sich auf die Seele des heutigen Laien stürzen, anbelangt, so steht die Sache hier noch schlechter als in den alten Tagen: Heutzutage kann man ohne das Haus zu verlassen, im Theater und bei den "Tanzunterhaltungen" sein, auf dem Markt handeln und solche Dinge sehen, die nach dem Wort des Apostel Paulus auch nur zu sagen schändlich (Eph 5,12) sind. Kann man denn heute überhaupt noch ein Kloster finden, wo das Leben "von den Widerwärtigkeiten der Menschen verschont bleibt"? In Periphrase der Worte Chrysostomos’ kann man sagen, daß "sowohl irdischer Kummer, als auch Weh, Sorgen, Gefahren, Nachstellungen, Neid und Eifersucht" dieser Welt heutzutage sichtbar und unsichtbar in das Leben unserer Klöster eindringen. Aber auch heute noch kann der von eitler Hast und weltlichen Verlockungen überwältigte Mensch im Kloster einen stillen Hafen und im Leben der Mönche und Nonnen das Vorbild eines christlichen Lebens sehen. Und auch heute noch sind die Worte des ehrw. Johannes Klimakos zutreffend: "Das Licht der Mönche sind die Engel, und das Licht für alle Menschen ist das monastische Leben".

 


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