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Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Gedenken des Heiligen Johannes von Shanghai und San-Francisco

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Panorthodoxe Liturgie in deutscher Sprache in München

Am Samstag den 1.07.2017 um 9:00 Uhr

Am Tag des Gedenken des Heiligen Johannes von Shanghai und San-Francisco
findet ein Panorthodoxer Gottesdienst im Zentrum Münchens statt.

Ebenso wird eine Ikone des hl. Johannes von Shanghai mit seinen Reliquien zum Gottesdienst gebracht.

Wo: In der griechischen Verklärungskirche - Salvatorkirche
Adresse:
Salvatorstr. 17, 80333 München
(von den Stationen "Marienplatz" oder "Odeonsplatz" 5 Minuten zu Fuß)

 

Bischof Ioann - Heiliger Hierarch im russischen Auslande

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02. Juli - Gedenken des Heiligen Johannes von Shanghai und San-Francisco
30.06.2017 - Fr. 18:00 Nachtwache (Vigil) / 01.07.2017 - Sa. 9:30 Göttliche Liturgie

(1. Juli 2017 - Liturgie im Zentrum Münchens )

Eines der grossen Werke des Bischofs Ioann war die Einrichtung eines Waisenhauses im Namen des Hl. Tichon von Zadonsk (+ 1783), der – ebenso wie Vladyka Ioann – Kinder sehr liebte. Obdachlose Kinder waren der erste Eindruck gleich nach seiner Ankunft in Shanghai, der ihn zutiefst erschütterte. Bereits nach drei Monaten begannen einige Frauen, ihm in dieser Angelegenheit zu helfen; am 24. Februar 1935 wurde das Kinderheim geweiht. Zu Beginn war das nur ein Esssaal. Er konnte in zwei Zimmer umfunktioniert werden. Dort konnten die Straßenkinder essen und dann den Tag verbringen. Die Initiative weitete sich jedoch rasch aus – bald konnten die Kinder in einem dreistöckigen Gebäude schlafen. Aber auch hier wurde es bald eng, so dass die Waisen in Wohnungen unbewohnter Häuser untergebracht wurden. Zugleich wurde eine Schule gegründet und ein Raum zur Kirche umgestaltet. Anfangs sparten die russischen Händler nicht mit Angriffen gegen Bischof Ioann und seine Anstrengungen: Immer wieder erschienen kritische Artikel in den örtlichen Zeitungen. Aber es waren wohl seine Gebete, auf die hin sich die Situation bald wandelte: Die Händler begannen ihm zu helfen, den sie zuvor beleidigten. Das Waisenheim erhielt von ihnen Geld- und Sachspenden. Ausländer unterstützten die Einrichtung ebenfalls durch eine Anleihe, damit ein Haus in der Straße des Victor Emmanuel gekauft werden konnte – dort befand sich dann das Kinderheim bis zur Evakuierung aus Shanghai. In die Einrichtung wurden nicht nur Waisen aufgenommen, sondern auch Kinder mittelloser Eltern - russischer wie chinesischer. Insgesamt wurden in diesen Jahren 3.500 Kinder versorgt. In den damaligen Zeiten war das keineswegs einfach.

 

Die Tugend des guten Todes

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"Und wenn das Leben hier auf Erden gut ist, wodurch erwirbt es den Anspruch auf diese Bezeichnung, wenn nicht durch die Tugend und Reinheit der Sitten? Der Vorzug liegt also keineswegs in der Verbindung von Leib und Seele, sondern darin, daß man durch die Tugend Alles, was sonst im Leben als Übel gelten muß, siegreich zurückweist. Die Wohltat aber, welche den Tod begleitet, tritt sofort ein, indem Das, was der Seele recht eigentlich angehört, mehr als Das, was im Gefolge der Verbindung von Leib und Seele sich kund gibt, zur vollen Wirksamkeit entfaltet wird. Wenn nun das Leben, sofern sich in ihm die vom Leibeselend losgelöste Seele abspiegelt, gut ist; wenn ferner die Seele gut und heilig genannt werden muß, welche sich losmacht von den Fesseln des Leibes: dann ist der Tod unter allen Umständen eine Wohltat, weil er die Seele aus der Gemeinschaft dieses Leibes für immer löst und befreit. Die Abtötung, das fortgesetzte Sterben soll in uns das Leben wirken: ein glückseliges Leben nach dem Tode, nach errungenem Siege, nach hartem Kampfe. Dann wird das Gesetz des Fleisches dem Gesetze des Geistes nicht mehr widerstreiten; dann wird kein Kampf mehr stattfinden mit dem Leibe des Todes; dann wird auch in ihm der Sieg nicht mehr können gefährdet werden." Hl.Ambrosius von Mailand

Der Weise löst, wenn er jenes himmlische Gut sucht, seine Seele vom Leibe; er gibt die Verbindung auf, indem er nach einer Erkenntniß der Wahrheit strebt, welche er ganz unverhüllt und offen dargelegt wünscht: darum aber wünscht er seinen Geist von den Umstrickungen und Übeln dieses leiblichen Lebens befreit zu sehen. Mit unseren Händen, Augen und Ohren können wir jene höchste Wahrheit nicht erfassen. Was gesehen wird, ist zeitlich, was aber nicht gesehen wird, ewig. Auch werden wir oft durch unsere Augen Täuschungen ausgesetzt und sehen gar Vieles anders, als es ist. In gleicher Weise ist das Gehör Täuschungen unterworfen. Wir müssen also, wenn wir vor Trug und Täuschung sicher sein wollen, nicht Das betrachten, was sichtbar ist, sondern Das, was unsichtbar ist. Oder wie soll die Seele der Täuschung entgehen, wie soll sie dem Throne der Wahrheit nahen, wenn sie nicht gewissermaßen zuvor vom Leibe scheidet und so der Täuschung und Irreleitung desselben sich entzieht?

Irregeführt wird die Seele durch den Blick des Auges, durch das Aufhorchen des Ohres: darum soll sie beiden sich entziehen. Darum sagt der Apostel: „Rühret nicht an, kostet nicht, tastet nicht an, was zum Verderben gereicht!“ (Koloss. 2, 21.) Alles gereicht wirklich zum Verderben, was in strafbarer Nachsicht gegen den Leib beruht. Um zu zeigen, daß er nicht durch solche Nachsicht, sondern durch Erhebung des Geistes wie durch Demuth des Herzens die Wahrheit gefunden habe, fügt er hinzu: „Unser Wandel ist im Himmel.“ Dort sucht er das Wahre und Ewige, dort sammelt er sich in sich selbst und erreicht die Höhe der Tugend; er will sich nicht Anderen anvertrauen, sondern in sich selbst will er zur Erkenntniß gelangen. Was er als wahr erfaßt, dem will er in richtiger Erkenntniß folgen; was er aber als begehrenswert für irdische Lust erkennt, Das will er als ein Trugbild verabscheuen und fliehen.

 

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