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Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

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Bischof Ioann - Heiliger Hierarch im russischen Auslande

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02. Juli - Gedenken des Heiligen Johannes von Shanghai und San-Francisco
01.07.2016 - Fr. 18:00 Nachtwache (Vigil) / 02.07.2016 - Sa. 9:30 Göttliche Liturgie

(2. Juli 2016 - Liturgie im Zentrum Münchens )

Eines der grossen Werke des Bischofs Ioann war die Einrichtung eines Waisenhauses im Namen des Hl. Tichon von Zadonsk (+ 1783), der – ebenso wie Vladyka Ioann – Kinder sehr liebte. Obdachlose Kinder waren der erste Eindruck gleich nach seiner Ankunft in Shanghai, der ihn zutiefst erschütterte. Bereits nach drei Monaten begannen einige Frauen, ihm in dieser Angelegenheit zu helfen; am 24. Februar 1935 wurde das Kinderheim geweiht. Zu Beginn war das nur ein Esssaal. Er konnte in zwei Zimmer umfunktioniert werden. Dort konnten die Straßenkinder essen und dann den Tag verbringen. Die Initiative weitete sich jedoch rasch aus – bald konnten die Kinder in einem dreistöckigen Gebäude schlafen. Aber auch hier wurde es bald eng, so dass die Waisen in Wohnungen unbewohnter Häuser untergebracht wurden. Zugleich wurde eine Schule gegründet und ein Raum zur Kirche umgestaltet. Anfangs sparten die russischen Händler nicht mit Angriffen gegen Bischof Ioann und seine Anstrengungen: Immer wieder erschienen kritische Artikel in den örtlichen Zeitungen. Aber es waren wohl seine Gebete, auf die hin sich die Situation bald wandelte: Die Händler begannen ihm zu helfen, den sie zuvor beleidigten. Das Waisenheim erhielt von ihnen Geld- und Sachspenden. Ausländer unterstützten die Einrichtung ebenfalls durch eine Anleihe, damit ein Haus in der Straße des Victor Emmanuel gekauft werden konnte – dort befand sich dann das Kinderheim bis zur Evakuierung aus Shanghai. In die Einrichtung wurden nicht nur Waisen aufgenommen, sondern auch Kinder mittelloser Eltern - russischer wie chinesischer. Insgesamt wurden in diesen Jahren 3.500 Kinder versorgt. In den damaligen Zeiten war das keineswegs einfach.

 

Orthodoxie in aller Kürze

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Einleitung

Patriarchen in kunstvollen Gewändern, Ikonenverehrung, Chorgesänge und duftender Weihrauch - all das verbinden wir mit "Orthodoxem Christentum". Während die einen unter Orthodoxie eine altertümliche Form des Christentums sehen, sind andere wiederum von ihrer kultischen Mystik und Spiritualität angetan. Beide Wahrnehmungen sind allerdings zu einseitig und tragen vielfach zu einem verfälschten Bild der Orthodoxie bei. Ein kurzer geschichtlicher Abriss ist für ein besseres Verstehen des Orthodoxen Christentums notwendig.

Geschichte

Die Orthodoxe Kirche nennt sich selbst einfach "die Kirche", gerade so, wie die Griechen in der Vergangenheit das Wort "Christen" gebrauchten, wenn sie die Orthodoxen meinten. Dies ergibt sich naturgemäß aus der Tatsache, dass die Östliche Orthodoxe Kirche in organischer Fortsetzung dieselbe Gemeinde oder "ecclesia" ist, deren Geburtsstunde die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten in Jerusalem war. Sie steht in direkter Sukzession der auf Jesus von Nazareth zurückgehenden Jerusalemer Urgemeinde und der apostolischen Gemeindegründungen außerhalb Palästinas.

 

Kann eine Frau zum Gebet in die Kirche gehen, die Ikonen küssen und die heiligen Gaben empfangen, wenn sie "unrein" ist (d.h. während der monatlichen Periode)?

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Bereits im 3. Jahrhundert wurde dem heiligen Dionysios, dem Bischof von Alexandria (†265), eine ähnliche Frage gestellt, und er antwortete, er glaube nicht, daß Frauen in solch einem Zustand, "falls sie fromm und gottesfürchtig sind, es wagen würden, zum Heiligen Tisch zu treten oder den Leib und das Blut Christi zu berühren"; wenn man das Heiligtum empfange, müsse man rein sein an Seele und Leib. Er führt das Beispiel der blutflüssigen Frau an, die es nicht wagte, den Leib Christi zu berühren, sondern nur den Saum Seines Gewandes (Mt. 9, 20-22). In der weiteren Erläuterung sagt der heilige Dionysios, daß das Beten, in welchem Zustand auch immer, stets erlaubt sei(1). Hundert Jahre später antwortet Timotheos, ebenfalls Bischof von Alexandria (†385), auf die Frage "Kann eine Frau, mit der das für Frauen Übliche geschieht" zur Kommunion treten? – sie dürfe es nicht, solange diese Tage nicht vorüber seien und sie sich nicht gereinigt habe(2). Denselben Standpunkt vertrat auch der hl. Johannes der Faster (6. Jh.), der sogar eine Epitimie für den Fall vorschrieb, daß eine Frau in solch einem Zustand dennoch die "heiligen Geheimnisse zu sich genommen hat"(3).
All diese drei Antworten beweisen im wesentlichen ein und dasselbe, nämlich daß Frauen in diesem Zustand nicht zur Kommunion gehen dürfen.

 

Über Gott den Sohn (nach dem hl. Gregor von Nazianz)

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Im orthodoxen Treffen 2001 sprach Erzpriester Nikolai Artemoff zum Thema: “Über Gott den Sohn (nach dem hl. Gregor von Nazianz)”. Er gründete seinen Vortrag auf die dritte und vierte Rede aus den fünf theologischen Reden des hl. Gregors des Theologen, das ist das erste und zweite Wort, das eigens dem Gottessohn gewidmet ist. Aus dem umfassenden anderthalbstündigen Vortrag, der auch noch eine reiche Diskussion hervorrief, wollen wir nur einige Momente herausgreifen.

Der Referent merkte eingangs an, dass der so vertraute und in diesen Tagen häufig gehörte Gesang “Christus wird geboren, verherrlicht! Christus vom Himmel, begegnet! Christus auf Erden, erhebt euch! Singet dem Herrn alle Irdischen...” einfach die Anfangsworte der Predigt des hl Gregorios zum Weihnachtsfest sind (eine ausführliche Analyse des Einflusses der Predigten des hl. Gregor auf die Gesänge des Pfingstfestes wurde im “Boten” Nr. 3/1993 publiziert).

 

Das liturgische Leben in Jerusalem in Vergangenheit und Gegenwart

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Vortrag von Erzbischof Mark im Orthodoxen Treffen 2000

Erzbischof Mark begann seinen Vortrag zum Thema "Liturgisches Leben in Jerusalem - in Vergangenheit und Gegenwart" indem er seine Überzeugung äußerte, die Entwicklung der gottesdienstlichen Ordnung gehe weiter und werde bis zur zweiten Wiederkunft Christi weiter andauern, insofern als der Christ in der Welt lebt und mit dieser Welt leben muß, ohne jedoch von dieser Welt zu sein.

 

Die zeitgenossische Biologiewissenschaft und unser orthodoxer Glaube

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Prof. Dr. Sergej Mironov (Kiev - Gottingen), Orthodoxes Treffen 2000

Im ersten Teil seines Vortrags hielt sich S.L. Mironov kurz mit dem Verhältnis berühmter westlicher Naturwissenschaftler jüngerer Zeit zur Religion auf, wobei er sich auf deren eigene Aussagen stützte: Leibniz, Boltzmann, Planck, Heisenberg, und viele andere. Die philosophische Verarbeitung der persönlichen wissenschaftlichen Erfahrung führte große Wissenschaftler zum Schluß, daß die von ihnen entdeckten Naturgesetze in ihrer Schönheit und Harmonie von Gott bestimmt sind.

 

Geschichte der Gottesmutterikone von Kursk mit dem Beinamen "von der Wurzel"

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Im 12. Jahrhundert erlitt das Gebiet von Kursk, wie beinahe das gesamte damalige Rußland eine schreckliche Verwüstung durch den Einfall der Tataren. Die Stadt Kursk wurde vollständig zerstört und verwandelte sich in eine unwirtliche, von einem Urwald überwucherte und von wilden Tieren bewohnte Einöde. Die Einwohner der etwa 90 Werst (162 km) von Kursk entfernten Stadt Ryl'sk, die durch einen glücklichen Zufall von dem Pogrom der Tataren verschont geblieben war, pflegten dort auf Jagd zu gehen. Und so geschah es, daß am 8.September 1295, dem Festtag der Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin, eine kleine Schar von Jägern aus Ryl'sk am 27 Werst (48,6 km) von Kursk entfernten Fluß Tuskora auf Jagd ging. Während einer dieser Jäger, ein ehrwürdiger und frommer Mann, im Wald nach Jagdbeute Ausschau hielt, stieß er auf eine Ikone von nicht sehr großen Ausmaßen, die umgekehrt auf einer Baumwurzel lag. Kaum hatte er die Ikone aufgehoben, um sie anzuschauen, als aus der Stelle, auf der sie lag, eine kräftiger, üppiger Quell klaren Wassers hervorsprudelte.
 

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